Die Kaiserschmarrn-Tour – Österreich von oben, unten und manchmal auch in den Wolken The Kaiserschmarrn Tour – Austria from above, below and sometimes in the clouds
Zwei Flugzeuge, sechs Reisende, jede Menge Aviation und ein Wettergott, der offenbar nicht auf der Teilnehmerliste stand. Ein Flyout zwischen Bodennebel, Flugzeugwerken, Alpenpanorama und österreichischen Spezialitäten.
Österreich. Das Land der Berge, der Schnitzel, des Kaiserschmarrns – und einer bemerkenswert vielseitigen General-Aviation-Szene. Grund genug, unserem östlichen Nachbarn einen Besuch abzustatten. Und weil man in Österreich bekanntlich nicht nur fliegen, sondern auch ausgezeichnet essen kann, erhielt unser Flyout schon bald seinen inoffiziellen Namen: die Kaiserschmarrn-Tour.
Das Programm war ambitioniert: Am Donnerstag sollte es nach Oberösterreich zu ROTAX gehen, wo die Motoren entstehen, die auch einige unserer Clubflugzeuge zuverlässig durch die Lüfte tragen. Anschliessend war ein Weiterflug nach Wiener Neustadt vorgesehen, um am Freitag bei Diamond Aircraft einen Blick hinter die Kulissen des Flugzeugbaus zu werfen. Den krönenden Abschluss sollte am Samstag ein Besuch im legendären Hangar-7 in Salzburg bilden.
Drei Tage, zwei Flugzeuge, jede Menge Aviation und dazwischen hoffentlich genügend Zeit für österreichische Spezialitäten.
Was konnte da schon schiefgehen?
Nun ja. Es war Oktober.
Two aircraft, six travellers, plenty of aviation and a weather god who apparently hadn't made the guest list. A fly-out between ground fog, aircraft factories, Alpine scenery and Austrian specialities.
Austria. The land of mountains, schnitzel, Kaiserschmarrn – and a remarkably varied general aviation scene. Reason enough to visit our eastern neighbour. And since Austria is known for excellent food as well as flying, our fly-out soon acquired its unofficial name: the Kaiserschmarrn Tour, after the country's famous shredded pancake dessert.
The programme was ambitious: on Thursday we would head to Upper Austria to visit ROTAX, where the engines that reliably power some of our club aircraft are made. We would then fly on to Wiener Neustadt for a look behind the scenes at Diamond Aircraft on Friday. Saturday's visit to the legendary Hangar-7 in Salzburg was meant to be the grand finale.
Three days, two aircraft, plenty of aviation and, hopefully, enough time for Austrian specialities in between.
What could possibly go wrong?
Well. It was October.
Vom Bodennebel zum Kaiserschmarrn From ground fog to Kaiserschmarrn
Über den Wolken muss die Freiheit wohl grenzenlos sein
Zehn Tage vor dem Abflug präsentierten sich die Wetterprognosen noch von ihrer besten Seite. Je näher der Donnerstag rückte, desto deutlicher wurde allerdings, dass uns der Herbst daran erinnern wollte, wer in der General Aviation letztlich das letzte Wort hat.Ausgerechnet an unserem Abflugtag kündigte sich in Zürich der erste richtige Bodennebel der Saison an. Und auch der Samstag, unser geplanter Rückreisetag, sah angesichts einer herannahenden Kaltfront zunehmend ungemütlich aus.
Zum Glück waren wir gut aufgestellt. Mit der HB-SGV und der HB-SGY standen zwei Flugzeuge bereit, besetzt mit insgesamt fünf Piloten und einem Passagier. Zwei unserer Piloten verfügten zudem über ein Instrument Rating – eine Qualifikation, die sich schon beim Abflug als ausgesprochen wertvoll erweisen sollte.
Während sich Zürich noch unter einer grauen Nebeldecke versteckte, konnten unsere beiden Crews dank IFR-Freigabe durch die Wolken steigen. Wenige Minuten später erwartete uns oberhalb des Nebels bestes Flugwetter. So schnell kann sich die Welt verändern, wenn man die richtige Lizenz in der Tasche hat.
Ganz synchron verlief der Start allerdings nicht. Während die erste Maschine mehr oder weniger planmässig abhob, musste die zweite dem Linienverkehr den Vortritt lassen und startete rund 20 Minuten später.
Unser Ziel war Wels, der nächstgelegene Flugplatz zum ROTAX-Werk in Gunskirchen. Die Führung war auf 11 Uhr angesetzt, das Taxi bereits bestellt. Alles bestens organisiert – zumindest am Boden.
In der Luft sah die Sache etwas anders aus.
Linz statt Wels – Hauptsache ROTAX
Schon vor dem Abflug war klar gewesen, dass Wels wettertechnisch ein Fragezeichen bleiben würde. Als Alternative hatten wir deshalb einen Instrumentenanflug auf Linz vorgesehen, um anschliessend bei ausreichender Sicht nach Wels weiterzufliegen.Doch auch Linz hielt sich hartnäckig unter einer tiefen Wolkendecke. Ein vorausfliegendes Flugzeug meldete, die Piste erst bei den Minima gesehen zu haben. Diese Erfahrung konnten wir auf dem RNP-Anflug auf die Piste 08 bestätigen.
Der freundliche Lotse in Linz schlug vor, zunächst einen Low Approach durchzuführen und zu prüfen, ob wir auf der anderen Seite des Flugplatzes bessere Bedingungen für den Weiterflug nach Wels vorfinden würden. Ein durchaus guter Vorschlag – schliesslich kann das Wetter auf wenigen Kilometern erheblich variieren.
Leider blieb Wels weiterhin unter dichter Bewölkung verborgen. Also entschieden wir uns für die vernünftigste Option: Landung in Linz.
Damit war der erste Programmpunkt unserer Reise zwar geografisch leicht verschoben, aber keineswegs gefährdet. Während wir auf die zweite Maschine warteten, organisierten wir kurzerhand die Taxis um. Wenig später waren beide Crews wieder vereint und auf dem Weg nach Gunskirchen.
Above the clouds, freedom must be boundless
Ten days before departure, the forecasts looked excellent. But as Thursday approached, it became increasingly clear that autumn wanted to remind us who ultimately has the last word in general aviation.Zürich's first proper ground fog of the season was forecast for our very departure day. And Saturday, our planned return day, looked increasingly unpleasant with a cold front approaching.
Fortunately, we were well prepared. HB-SGV and HB-SGY were ready, carrying five pilots and one passenger between them. Two of our pilots also held instrument ratings – a qualification that would prove very valuable right from departure.
While Zürich remained hidden beneath a grey blanket of fog, both crews could climb through the clouds with an IFR clearance. A few minutes later, excellent flying weather awaited us above the fog. The world can change remarkably quickly when you have the right licence in your pocket.
The departures weren't quite synchronised, though. While the first aircraft took off more or less on schedule, the second had to give way to airline traffic and departed around 20 minutes later.
Our destination was Wels, the closest airfield to the ROTAX factory in Gunskirchen. The tour was booked for 11 o'clock and the taxi was already arranged. Everything was perfectly organised – on the ground, at least.
In the air, things looked a little different.
Linz instead of Wels – as long as we get to ROTAX
Even before departure, it had been clear that the weather at Wels would remain a question mark. Our alternative was an instrument approach into Linz, followed by a flight to Wels if visibility allowed.But Linz, too, remained stubbornly beneath low cloud. An aircraft ahead reported seeing the runway only at minima. We had the same experience on the RNP approach to runway 08.
The friendly controller in Linz suggested a low approach first, to see whether conditions on the other side of the airport would allow us to continue to Wels. A sensible suggestion – weather can vary considerably over just a few kilometres.
Unfortunately, Wels remained hidden under thick cloud. So we chose the most sensible option: landing in Linz.
That shifted our first stop geographically, but didn't jeopardise the programme. While waiting for the second aircraft, we quickly rearranged the taxis. Before long, both crews were reunited and on their way to Gunskirchen.
Zu Besuch bei BRP-Rotax
Dort erwartete uns eine wirklich beeindruckende Werksführung bei BRP-Rotax.Von Kurbelwellen über Nockenwellen bis zur hochautomatisierten Fertigung konnten wir aus nächster Nähe erleben, wie viel Präzision und Ingenieurskunst in den Motoren steckt, die wir selbst regelmässig fliegen. Besonders eindrücklich waren die sauberen, durchorganisierten Produktionsanlagen und die interessante Firmengeschichte.
Nach dieser Führung dürfte das Vertrauen in unsere ROTAX-Motoren jedenfalls nicht kleiner geworden sein. Und beim nächsten Motorstart denkt vielleicht der eine oder andere kurz daran, wie viele Arbeitsschritte hinter dem vertrauten Geräusch stecken.
Ein Sandwich und ein Kaffee später hiess es bereits wieder: Weiterfliegen. Denn wir hatten noch etwas Besonderes vor.
Unsere nächste Etappe führte uns zunächst nach Krems. Ein kurzer technischer Zwischenstopp, ein Pilotenwechsel und die Gelegenheit, bereits den ersten Christophorus-Rettungshubschrauber unserer Österreich-Rundreise zu bestaunen.
A visit to BRP-Rotax
A truly impressive factory tour awaited us at BRP-Rotax.From crankshafts and camshafts to highly automated manufacturing, we saw at close quarters just how much precision and engineering goes into the engines we regularly fly ourselves. The clean, meticulously organised production facilities and the company's history were particularly impressive.
Our confidence in our ROTAX engines certainly hadn't diminished by the end of the visit. And at the next engine start, perhaps one or two of us will briefly think of all the manufacturing steps behind that familiar sound.
A sandwich and a coffee later, it was already time to fly again. We still had something special planned.
Our next leg took us to Krems first: a short technical stop, a pilot change and a chance to admire the first Christophorus rescue helicopter of our Austrian tour.
Wien-Crossing – Sightseeing mit Flugfunk
Vor allem aber galt es, den nächsten Höhepunkt zu organisieren: einen Flug entlang der Donau mitten durch die Wiener Kontrollzone.Wir nahmen Kontakt mit Wien Information auf und fragten freundlich nach einem möglichen Crossing. Zu unserer Freude stiess die Idee auf offene Ohren. Der Approach Controller zeigte sogar Interesse daran, dass wir die Strecke gemeinsam als Formation fliegen würden.
Und so fanden wir uns wenig später auf rund 1'200 Fuss entlang der Donau wieder, mit den Hochhäusern Wiens links und rechts, während vor uns der Flughafen Schwechat näher rückte.
Es gibt Flüge, bei denen man sich ganz besonders bewusst wird, welches Privileg unsere Fliegerei ist. Das war definitiv einer davon.
Nach dem Crossing verliessen wir die Wiener Kontrollzone über den östlichen Sektor in Richtung Neusiedler See und nahmen Kurs auf Wiener Neustadt.
Dort wurden die Flugzeuge für die Nacht versorgt und die Crews per Taxi ins Stadtzentrum verfrachtet. Nach einem langen, ereignisreichen Flugtag erwartete uns ein ausgesprochen feudales Hotel – und endlich das, worauf sich vermutlich alle mindestens genauso gefreut hatten wie auf das Wien-Crossing: ein ordentliches Wiener Schnitzel und ein wohlverdientes Bier.
Spätestens jetzt war klar: Die Kaiserschmarrn-Tour hatte ihren Namen verdient. Auch wenn der eigentliche Kaiserschmarrn bis dahin noch auf sich warten liess.
Crossing Vienna – sightseeing on the radio
Above all, we needed to arrange the next highlight: a flight along the Danube, right through Vienna's control zone.We contacted Wien Information and politely asked about a possible crossing. To our delight, the idea was warmly received. The approach controller was even interested in having us fly the route together in formation.
And so, a little later, we found ourselves at around 1,200 feet along the Danube, with Vienna's high-rise buildings on either side and Schwechat Airport drawing closer ahead.
Some flights make you particularly aware of what a privilege it is to fly. This was definitely one of them.
After the crossing, we left Vienna's control zone through the eastern sector towards Lake Neusiedl and set course for Wiener Neustadt.
There we put the aircraft to bed and took taxis into the town centre. After a long, eventful flying day, a distinctly grand hotel awaited us – and finally something everyone had probably been looking forward to at least as much as the Vienna crossing: a proper Wiener Schnitzel and a well-earned beer.
By now, one thing was clear: the Kaiserschmarrn Tour had earned its name. Even if the actual Kaiserschmarrn was still to come.
Diamond, Berge und eine neue Wetterstrategie
Der Freitag begann früh. Nicht nur, weil die nächste Werksführung wartete, sondern auch, weil wir eine wichtige Entscheidung zu treffen hatten.Die Wetterprognosen für Samstag hatten sich weiter verschlechtert. Tiefe Bewölkung, Nebel und die herannahende Kaltfront machten eine Rückreise zunehmend fragwürdig. Unsere Flugzeuge verfügten über keine Enteisung, weshalb ein Flug durch potenziell vereisende Wolken keine Option war. Auch der Sonntag versprach keine zuverlässige Verbesserung.
Nach eingehender Diskussion entschieden wir deshalb, bereits am Freitagabend nach Zürich zurückzukehren.
Das bedeutete allerdings einen ziemlich langen Tag. Und eine zusätzliche planerische Herausforderung: Nur unsere beiden instrumentenberechtigten Piloten waren auch für Flüge mit Passagieren bei Nacht entsprechend aktuell qualifiziert.
Die Lösung: möglichst viel vom Programm bei Tageslicht absolvieren und den letzten Abschnitt nach Zürich den dafür qualifizierten Crews überlassen.
Ein Blick hinter die Kulissen bei Diamond Aircraft
Zunächst stand aber ein weiterer Höhepunkt auf dem Programm: der Besuch bei Diamond Aircraft in Wiener Neustadt.Wir erhielten eine ausführliche Führung durch die verschiedenen Fertigungsstufen und konnten erleben, wie aus einzelnen Komponenten die Flugzeuge entstehen, die wir so gerne fliegen.
Besonders die zahlreichen DA42 und DA62 liessen unsere Pilotenherzen höherschlagen. Die Einblicke in Konstruktion, Fertigung und Montage waren faszinierend und machten deutlich, wie viel technische Raffinesse in diesen Maschinen steckt.
Nach der Führung und einem kurzen Planungsgetränk hiess es erneut: Ab in die Flugzeuge. Schliesslich warteten noch die österreichischen Alpen auf uns.
Niederöblarn – Cordon-bleu-Semmel mit Grimming-Panorama
Unser nächstes Ziel war Niederöblarn, ein wunderschön gelegener Alpenflugplatz im steirischen Ennstal, direkt am Fusse des imposanten Grimming. Eine Kulisse, die selbst erfahrene Alpenflieger ins Staunen versetzt.Nach der Landung war es Zeit für eine kulinarische Stärkung. Bei einer herzhaften Cordon-bleu-Semmel und einem fantastischen Blick auf den Grimming liess es sich bestens über die bisherigen Erlebnisse philosophieren.
Viel schöner kann eine Mittagspause eigentlich kaum sein.
Niederöblarn ist übrigens nicht nur landschaftlich ein Highlight, sondern auch ein bedeutender Standort für den österreichischen Segelflug. Die umliegende Bergwelt bietet ideale Voraussetzungen für spannende Flüge in den Alpen.
Leider blieb uns nicht allzu viel Zeit, um das Panorama ausgiebig zu geniessen. Die Uhr tickte, die Sonne bewegte sich langsam Richtung Horizont und bis Zürich lagen noch einige Flugmeilen vor uns.
Diamond, mountains and a new weather strategy
Friday started early. Not only because the next factory tour awaited us, but also because we had an important decision to make.Saturday's forecasts had deteriorated further. Low cloud, fog and the approaching cold front made the return journey increasingly doubtful. Our aircraft had no de-icing equipment, so flying through potentially icing clouds was not an option. Sunday offered no reliable improvement either.
After a thorough discussion, we therefore decided to return to Zürich on Friday evening.
That would make for a rather long day. And there was another planning challenge: only our two instrument-rated pilots also met the relevant recency requirements for carrying passengers at night.
The solution was to fit as much of the programme as possible into daylight and leave the final leg to Zürich to the appropriately qualified crews.
Behind the scenes at Diamond Aircraft
First, though, came another highlight: our visit to Diamond Aircraft in Wiener Neustadt.We were given a detailed tour of the various production stages and saw how individual components become the aircraft we so enjoy flying.
The many DA42s and DA62s were particularly exciting for our pilots. The insights into design, manufacturing and assembly were fascinating and revealed just how much technical sophistication goes into these machines.
After the tour and a quick drink over the flight planning, it was time to get back into the aircraft. The Austrian Alps were still waiting for us.
Niederöblarn – a cordon bleu roll with a Grimming panorama
Our next destination was Niederöblarn, a beautifully situated Alpine airfield in Styria's Enns Valley, right at the foot of the imposing Grimming. A setting that can leave even experienced Alpine pilots in awe.After landing, it was time for something to eat. A hearty cordon bleu roll and a fantastic view of the Grimming made the perfect setting to reflect on the trip so far.
Lunch breaks hardly get better than this.
Niederöblarn is not only a scenic highlight, but also an important centre for Austrian gliding. The surrounding mountains offer ideal conditions for exciting flights in the Alps.
Unfortunately, we didn't have much time to linger over the panorama. The clock was ticking, the sun was slowly moving towards the horizon and there were still quite a few flying miles between us and Zürich.
St. Johann in Tirol – Endlich Kaiserschmarrn!
Die nächste Etappe führte uns nach St. Johann in Tirol. Ein Flugplatz, der schon länger auf meiner persönlichen Wunschliste stand. Mehrmals hatte ich versucht, ihn anzufliegen, doch bisher war immer etwas dazwischengekommen.Diesmal sollte es endlich klappen.
Und der Platz enttäuschte nicht. Eingebettet in eine fantastische Berglandschaft, bot er genau das, was man sich von einem österreichischen Alpenflugplatz erhofft: eine spektakuläre Kulisse, entspannte Fliegeratmosphäre und beste Aussichten auf den umliegenden Flugverkehr.
Während wir anderen Flugzeugen beim Starten und Landen zuschauten, wurde endlich auch das kulinarische Versprechen unseres Flyout-Namens eingelöst: Kaiserschmarrn!
Damit war die Kaiserschmarrn-Tour nun auch offiziell eine solche. Und bei dieser Kulisse schmeckte er natürlich gleich doppelt so gut.
Ursprünglich hatten wir sogar geplant, in St. Johann zu übernachten und den Abend gemütlich in den Bergen ausklingen zu lassen. Bei dieser traumhaften Kulisse und einem frisch servierten Kaiserschmarrn wäre das zweifellos ein würdiger Abschluss des Tages gewesen.
Doch die Wetterprognosen für die kommenden Tage liessen uns keine vernünftige Wahl: Statt eines entspannten Abends in Tirol stand noch der Rückflug nach Zürich auf dem Programm.
Schade eigentlich – denn hier wären wir wirklich gerne noch etwas länger geblieben.
St. Johann in Tirol – Kaiserschmarrn at last!
The next leg took us to St. Johann in Tirol, an airfield that had been on my personal wish list for some time. I had tried to fly there several times, but something had always got in the way.This time, it would finally happen.
And the airfield didn't disappoint. Nestled in fantastic mountain scenery, it offered exactly what you hope for at an Austrian Alpine airfield: a spectacular backdrop, a relaxed flying atmosphere and a great view of the aircraft coming and going.
As we watched other aircraft take off and land, the culinary promise of our fly-out's name was finally fulfilled: Kaiserschmarrn!
Now the Kaiserschmarrn Tour was officially living up to its name. And with that view, it naturally tasted twice as good.
We had originally even planned to spend the night in St. Johann and enjoy a relaxed evening in the mountains. With that wonderful setting and freshly served Kaiserschmarrn, it would undoubtedly have been a fitting end to the day.
But the forecasts for the coming days left us no sensible choice: instead of a leisurely evening in Tyrol, we still had the return flight to Zürich ahead of us.
A pity, really – we would gladly have stayed a little longer.
Innsbruck bei Dämmerung – Ein anspruchsvoller Abschied aus den Alpen
Unser Ziel war es, Innsbruck noch bei Tageslicht zu erreichen, damit auch unsere letzten Day-VFR-Piloten ihren Flugabschnitt absolvieren konnten.Nach einem problemlosen Flug legten wir dort einen kurzen Zwischenstopp ein, wechselten die Crews und bereiteten uns auf den letzten Abschnitt nach Zürich vor.
Innsbruck at dusk – a demanding farewell to the Alps
Our aim was to reach Innsbruck while it was still daylight, so that our remaining day-VFR pilots could complete their flying legs.After an uneventful flight, we made a brief stop, changed crews and prepared for the final leg to Zürich.
Bei Nacht zurück nach Zürich
Der letzte Abschnitt hatte fliegerisch noch eine Besonderheit zu bieten: die MOKTI 2R Departure aus Innsbruck.Die Instrumentenflugverfahren in Innsbruck sind aufgrund der umliegenden Bergwelt bekanntlich anspruchsvoll und stellen entsprechend hohe Anforderungen an die Steigleistung der Flugzeuge. Unsere Maschinen können die für einen regulären IFR-Abflug erforderlichen Steiggradienten leider nicht erfüllen. Deshalb mussten wir den Abflug zunächst unter Sichtflugbedingungen durchführen und konnten erst später eine IFR-Freigabe aufnehmen.
So ging es bei Nacht zunächst visuell aus dem Inntal hinaus, bevor wir nach dem IFR-Pick-up Kurs Richtung Süddeutschland nahmen.
Südlich an München vorbei führte unsere Route über AMIKI weiter nach Zürich, wo wir als die letzten beiden Flugzeuge des Abends auf dem ILS der Piste 14 landeten.
Das Pistensystem war bereits im Begriff, auf den Nachtbetrieb umzustellen. Auf der Piste 32 warteten schon die ersten Flugzeuge auf ihren Start, während wir unsere Landungen abschlossen.
Ein eindrücklicher Abschluss für zwei intensive Flugtage – und ein schönes Beispiel dafür, dass man auch mit unseren Clubflugzeugen anspruchsvolle Flugreisen unternehmen kann, solange man die Leistungsgrenzen der Maschinen kennt und entsprechend plant.
Back to Zürich by night
The final leg had another flying challenge in store: the MOKTI 2R departure from Innsbruck.Innsbruck's instrument procedures are known for being demanding because of the surrounding mountains, with correspondingly high aircraft climb-performance requirements. Unfortunately, our aircraft cannot meet the climb gradients required for a standard IFR departure. We therefore had to begin the departure in visual conditions and could only pick up an IFR clearance later.
So we first flew visually out of the Inn Valley at night, before setting course for southern Germany after the IFR pick-up.
Passing south of Munich, our route took us via AMIKI to Zürich, where we were the last two aircraft of the evening to land on the ILS for runway 14.
The runway system was already in the process of switching to night operations. The first aircraft were waiting to depart on runway 32 as we completed our landings.
An impressive end to two intensive flying days – and a fine example of the demanding trips that are possible in our club aircraft, provided we understand their performance limits and plan accordingly.
Viel erlebt, gut gegessen und einiges gelernt Plenty of experiences, good food and lessons learned
Was bleibt von diesem Flyout?
Zunächst einmal die Erkenntnis, dass Österreich für die General Aviation unglaublich viel zu bieten hat. Zwei spannende Werksführungen bei ROTAX und Diamond Aircraft, ein unvergessliches Wien-Crossing, wunderschöne Alpenflugplätze und eine Gastfreundschaft, die uns an jeder Station begeistert hat.
Gleichzeitig hat uns die Reise einmal mehr gezeigt, dass in der Fliegerei Flexibilität mindestens genauso wichtig ist wie eine gute Vorbereitung. Dank sorgfältiger Planung, der unterschiedlichen Qualifikationen unserer Piloten und einer guten Portion Teamwork konnten wir trotz anspruchsvoller Wetterbedingungen fast das gesamte Programm absolvieren.
Und natürlich darf auch die kulinarische Bilanz nicht fehlen: Schnitzel, Cordon-bleu-Semmeln, Kaffee, Bier und – endlich in St. Johann – der namensgebende Kaiserschmarrn. Verhungert ist auf dieser Reise definitiv niemand.
Nur Salzburg und der Hangar-7 mussten wir wetterbedingt auslassen.
Aber vielleicht ist das gar nicht so schlecht. Schliesslich braucht es auch für das nächste Flyout noch ein paar gute Gründe.
Und wer weiss: Vielleicht wird aus der nächsten Tour ja die Salzburger-Nockerl-Expedition.
Ein herzliches Dankeschön an alle Teilnehmenden für die tolle Kameradschaft, die Flexibilität und die vielen schönen gemeinsamen Erlebnisse.
Und an alle, die diesmal nicht dabei waren: Beim nächsten Flyout lohnt es sich, mitzukommen. Nicht nur wegen der Flugzeuge – sondern auch wegen all der Erlebnisse, die man am Boden so nie gehabt hätte.
What will we take away from this fly-out?
First of all, the realisation that Austria has an incredible amount to offer general aviation. Two fascinating factory tours at ROTAX and Diamond Aircraft, an unforgettable Vienna crossing, beautiful Alpine airfields and hospitality that delighted us at every stop.
The trip also reminded us that flexibility in flying is at least as important as good preparation. Careful planning, the different qualifications of our pilots and a healthy dose of teamwork allowed us to complete almost the entire programme despite challenging weather.
And, of course, the culinary tally deserves a mention: schnitzel, cordon bleu rolls, coffee, beer and – finally in St. Johann – the Kaiserschmarrn that gave the tour its name. Nobody went hungry on this trip.
Only Salzburg and Hangar-7 had to be dropped because of the weather.
But perhaps that's not such a bad thing. After all, we need a few good reasons for the next fly-out, too.
And who knows: perhaps the next tour will become the Salzburger Nockerl Expedition.
A heartfelt thank you to everyone who took part for the wonderful camaraderie, flexibility and all the memorable experiences we shared.
And to everyone who couldn't join us this time: the next fly-out is well worth coming along for. Not just for the aircraft, but for all the experiences you would never have had by staying on the ground.